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Bei Hamburg entsteht der größte Logistik-Park

LANDKREIS HARBURG

Transport und Lagerung von Waren bringen der Region Hamburg immer mehr Geschäft und damit auch Arbeitsplätze ein. Jetzt entsteht unmittelbar vor der Hansestadt – im Land Niedersachsen – das größte Logistikprojekt Deutschlands. Eine Konkurrenz sieht die Hansestadt darin aber nicht.

Preise sollen unter dem üblichen Niveau liegen
In der Nähe von Neu Wulmstorf im Landkreis Harburg baut die Habacker Holding aus Düsseldorf auf einem Areal von 80 Hektar Größe mehrere Lagerhallen, Lkw-Verladeflächen und einen Autohof. Dort werden auch ein Hotel, eine Tankstelle sowie eine Werkstatt eröffnet. Die Firma wird in das Projekt 250 Mio. Euro investieren und 1600 bis 2000 Arbeitsplätze schaffen. Das Gelände direkt an der Autobahn A1 soll den Namen Log-Park tragen. Bislang waren dies lediglich Pläne und Absichten. Nun aber startet die Entwicklungsfirma mit der Vermarktung der Hallen und Flächen. Das Großprojekt liegt gut 20 Kilometer vom Hamburger Hafen entfernt im Land Niedersachsen. Dennoch ist es für Hamburg keine Konkurrenz, sondern eine gute Ergänzung. „Wir sehen das absolut positiv. Jede weitere Logistikfläche ist uns hochwillkommen“, sagte Gernot Lobenberg, Leiter der Logistik-Initiative Hamburg. Die Nachfrage aus der Transportbranche nach Flächen sei enorm groß. Hamburg allein könne sie gar nicht befriedigen. In der Metropolregion Hamburg, die auch die angrenzenden Bundesländer umfasst, arbeiten rund 240.000 Beschäftigte in etwa 600 Firmen der Transportbranche. Und der Trend geht jedes Jahr weiter nach oben. Auch der Gegenspieler der Hamburger Logistik-Initiative, die Süderelbe AG, versteht sich selbst als Ergänzung und Partner des großen Nachbarn. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass an der Stelle des Log-Parks der größte Arbeitgeber des Landkreises Harburg entstehen wird“, sagte Jochen Winand, Vorstand der Süderelbe AG. Am Ende des Verkaufsprozesses habe die Gemeinde Neu Wulmstorf aus vier hoch qualifizierten Anbietern die Firma Habacker ausgewählt und einen Kaufvertrag ausgehandelt. Ein Kaufpreis wird nicht genannt. Mit dem Bau im Süden von Hamburg will Habacker Ende 2008 beginnen. In den Jahren danach seien jeweils Investitionen von 70 bis 100 Mio. Euro geplant, heißt es dort. „Wir rechnen nicht mehr mit Komplikationen und hoffen, das Baurecht im November 2008 zu erhalten“, sagte Michael Habacker, der geschäftsführende Gesellschafter der Firma, gegenüber WELT ONLINE. Das Areal sei bereits als Gewerbegebiet ausgewiesen, was wiederum die Abläufe in der Verwaltung enorm beschleunige. Offensichtlich will Habacker mit aggressiven Preisen in die Vermarktung der Hallen und des Geländes gehen. „Wir wollen eine monatliche Miete von 5,10 Euro je Quadratmeter erreichen“, sagte der Firmenchef. Dies liegt unter dem in Hamburg üblichen Preisniveau. Habacker ist erst seit zwei Jahren als Entwicklungsgesellschaft für Industrieimmobilien tätig. Das bisherige Investitionsvolumen beläuft sich auf 300 Mio. Euro. Die Firma verwaltet Immobilienprojekte an 20 Standorten in Europa. Von dem Industrieunternehmen Thyssen-Krupp hat Habacker zuletzt zusammen mit einem von der Deutschen Bank verwalteten Immobilienfonds sowie dem Immobilienentwickler Harder & Partner aus Hockenheim 25 Immobilien gekauft. Darunter ist auch die Konzernzentrale von Thyssen-Krupp. Unmittelbar in der Nähe des Habacker-Projektes an der A1 treten die beiden Hamburger Konkurrenten Garbe Logistic und die Buss-Tochter Ixocon mit ihrem Logistikpark Rade bei Harburg an. Sie nennen ihr Gewerbeprojekt Eurolog- Rade und stehen nach eigenen Angaben unmittelbar vor dem Baubeginn. Die Finanzierung erfolgt über einen Logistikfonds für institutionelle Anleger.

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